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Donnerstag, 13. Februar 2014, 18:49

Ein nicht zu erklärender "Luftzug"

Hallo liebe Foris.

Heute wollte ich euch mal ein Erlebnis berichten das sich vor einigen Tagen bei mir zugetragen hat.

Wie manche vielleicht wissen bin ich ein Nachtmensch und gehe erst sehr spät ins Bett (manchmal erst so 3 oder 4 Uhr Morgens). Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, alle 6 Wohnungen sind belegt und in 3 davon wohnen ältere Leute.

Vor etwa einer Woche saß ich um 1 Uhr am PC als ich plötzlich einen Luftzug spürte. Es war als ob jemand direkt neben mir stand und mir gegen das linke Ohr blies. Vom Fenster konnte der Luftzug nicht kommen da sich dies rechts von mir befindet wenn ich am PC sitze. Kurz darauf merkte ich diesen Luftzug noch zwei Mal, immer stärker werdend. Eine Stunde später, also um 2 Uhr stand dann der Krankenwagen vor unserem Haus. Eine der älteren Frauen hatte in der Nacht wohl plötzlich Probleme mit dem Herzen bekommen (was genau da war weiß ich nicht aber es schien alles sehr hektisch zu sein). Die Sanitäter sind durchs Haus getobt als würden sie die Bude ausräumen und haben insgesamt anderthalb Stunde hier verbracht ehe sie die Frau dann mit ins Krankenhaus genommen haben.

Wie das so ist redet man natürlich mit den anderen Bewohnern des Hauses darüber und da habe ich herausgefunden das mindestens eine weitere Person (auch eine ältere Frau) ebenfalls diesen Luftzug gespürt hat (die hat dann wohl auch nachgesehen und hat den Krankenwagen gerufen, die beiden Frauen sind gut befreundet und so hat zumindest eine von ihnen den Schlüssel zur Wohnung der jeweils anderen).

Nun frage ich mich natürlich ob das vielleicht eine Art Hilferuf gewesen ist. Ich hab zwar kein besonderes Verhältnis zu der Frau (mehr als ein "Guten Tag" wird da eigentlich nicht gewechselt) aber bin ja empfänglich für sowas und spür früh wenn was nicht stimmt.

Was meint ihr dazu?

Mfg, Adlerkrieger
Was ist Leben? Es ist der Atem eines Bisons im Winter. Es ist der kleine Schatten, der in den Gräsern wandert und sich bei Sonnenuntergang verliert. Es ist das Funkeln eines Glühwürmchens in der Nacht. (Chief Growfoot)

2

Donnerstag, 13. Februar 2014, 19:07

Moin Adler,
tja, das ist so eine Sache. Ein ähnliches Erlebnis hatte ich 1990 auch.
Damals wurde ich auf einmal durch ein taghelles Licht geweckt. Da ich mich damals in der Umschulung befand (internatsmäßig) und ein Zweibettzimmer hatte, ging ich eigentlich davon aus, dass der Kollege auch von diesem Licht geweckt worden wäre. Doch das war nicht der Fall. Ich maß dem erst ein Mal keine Bedeutung bei. Da ich aber nicht mehr einschlafen konnte, zog ich mich an, setzte mich in meinen Wagen und fuhr einfach drauflos.
Und während ich fuhr, wiederholte sich dieses Phänomen.
Aber ich dachte mir immer noch nichts dabei. Ich hielt es für ein Wetterphänomen. Doch einen Abend später rief mich meine Mutter an und machte mich "zur Sau". Sie meinte, warum ich mich noch nicht gemeldet hätte, da mein Sohn im KH liegen würde. Ich war wie vor den Kopf gestossen und sagte das meiner Mutter auch. Außerdem sagte ich ihr auch, dass meine damalige Frau mich von diesen Ereignissen nicht in Kenntnis gesetzt hatte.
Nun ja, soviel dazu.
Doch, bei mir könnte es eine Verbundenheit zwischen meinem Sohn und mir gewesen sein. Allerdings, was es mit diesem Luftzug auf sich haben könnte, kann ich Dir leider auch nicht sagen. Aber manchmal scheint es auch Menschen zu geben, die soetwas auch bei fremden Leuten verspüren.
Allerdings der Grund, warum das so sein könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.

mfg

Hank

Nicht begangene Taten ziehen einen verheerenden Mangel an Folgen nach sich.
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3

Donnerstag, 13. Februar 2014, 20:13

Ja, ich denke auch, dass es eine Art Nachricht oder Bemerkbar-machen war.

Da kommt mir spontan dieses Ereignis, als ich 19 Jahre alt war. Ich wohnte nicht mehr Zuhause, sondern lebte mit meinem damaligen freund zusammen... etwa 60 km von Zuhaus entfernt.
Wir saßen abends zusammen vor dem Fernseher... aber ich war nicht bei der Sache. Meine Gedanken waren bei meinem Bruder - warum auch immer... So gegen halb 10 Uhr Abends klingelte es an der Haustür, und ich wusste schlagartig, dass mit meinem Bruder etwas nicht stimmte.
Leider hatte sich diese Ahnung bewahrheitet: mein Bruder war mit 22 Jahren an diesem Abend tödlich verunglückt.
Liebe Grüße Chrissi

_________________________________________________________________________________
:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

4

Donnerstag, 13. Februar 2014, 20:16

Huhu Adler :)

Du ich würde es für möglich halten. Ich könnte mir vorstellen, auch wenn du da die Frau nicht so gut gekannt hast, doch da schon mitbekommst wenn was ist, dass da vielleicht ein Teil durchs Haus geflitzt ist und sich versucht hat bemerkbar zu machen.

Vielleicht so was wie eine Astralreise -jetzt mal im weitesten Sinne- oder vielleicht könnte man auch schreiben, Seele auf der Suche nach Hilfe. Ich weiß es nicht. Ich würde so etwas für möglich halten, ob es denn so ist, kann ich aber leider nicht sagen.




LG Ajescha
Du sollst nicht sehen um zu glauben, sondern glauben um zu sehen :)

Manchmal erinnere ich mich an Momente, die noch gar nicht stattgefunden haben.

5

Donnerstag, 13. Februar 2014, 22:14

Moin Chrissi,
scheint fast die gleiche Situation gewesen zu sein, wie damals.
Heute haben wir 2014 und ich weiß nicht, ob mein Sohn dieselbe Bindung zu mir hat. Ich meine, wenn mir mal etwas geschehen würde. Im Moment herrscht zwischen uns mal wieder Funkstille. Aber das Weitere würde ich Dir dann mal PN berichten.

mfg

Hank

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6

Donnerstag, 13. Februar 2014, 23:14

Huhu,

diese Situation habe ich zweimal erlebt, ein leichtes 'Streicheln' an der Wange, und in beiden Fällen hörte ich am nächsten Tag, dass jemand gestorben war, den/die ich kannte. Sehr gut kannte sogar, im Fall meines Lieblingslehrers. Witzig ist, dass Abstände dabei keine Rolle spielen - es lagen 900 km dazwischen ...

Beim ersten Mal war ich noch vollkommen überrascht und auch verstört, denn ich konnte mir den Windhauch nicht erklären. Beim zweiten Mal war das Gefühl vertraut und ich dachte mir sofort: "Oh nein, es wird doch nicht wieder jemand gestorben sein?" Am nächsten Morgen rief mich meine Mutter an, und ich wusste Bescheid ...

Tja, was genau fühlen wir in dem Moment? Die Seele, den Astralleib - auf jeden Fall etwas, das sich von uns verabschieden möchte oder unsere Hilfe haben möchte, so interpretiere ich das.

LG Medusa

7

Freitag, 14. Februar 2014, 18:06

Moin Medusa,
wenn ich darf, möchte ich eher auf den letzten Absatz Deines Posts eingehen.
Ich gehe einfach davon aus, dass es z. B. zwischen Eltern und Kindern eine besondere psychische Verbindung gibt, die diese dann auch zu sogenannten "übersinnlichen" Wahrnemungen befähigt. Ich kann allerdings nicht sagen, was passiert wenn man stirbt. Habe das noch nicht erlebt. Sonst würde ich diese Zeilen ja nicht mehr schreiben. Und nein, bin kein "Ghostwriter". *sfg*
Ich denke, dass das, was Adler erlebt hat vielleicht trotzdem darauf zurück zu führen ist, dass sich in diesem Haus dann doch eine gewisse Gemeinschaft gebildet hat. Und expliziet bei dieser Dame könnte ich mir vorstellen, da sie ja schon "alt und gebrechlich" gewesen sein muss, dass das Unterbewusstsein immer damit gerechnet hat. Und daher könnte es auch sein, dass die Ganze Sache nur auf rein psychischer Basis abgespielt hat. So manches Mal bauen wir Verbindungen zu Personen auf, die wir eigentlich nicht kennen oder mögen.

mfg

Hank

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8

Freitag, 14. Februar 2014, 19:59

Huhu Hank,

was ich auf Grund meiner beiden 'Luftzugerfahrungen' sagen kann, ist das Folgende: es hat sich bei mir nicht nur im Geiste abgespielt, dass ich etwa auf einmal einen Gendanken hatte, in dem Moment sei jemand gestorben. Nein, ich fühlte physisch dieses Streicheln, diesen Luftzug, diesen Windhauch. Mein guter Freund, der eine Parapsychologie-AG an seiner Schule gibt, kennt sogar den Fachausdruck dafür: der paranormale Hauch. Klingt doch ganz friedlich, nicht?

Da meine Eltern zum Glück beide noch am Leben sind - und das hoffentlich noch ganz lange - kann ich nicht sagen, wie sich das anfühlt, wenn sie einmal von mir gehen. Aber da stimme ich dir zu, es ist sicher eine besonders starke Verbindung vorhanden zwischen Eltern und Kindern, und ich bin davon überzeugt, dass ich etwas fühlen werde in dem Moment!

LG Medusa

9

Samstag, 15. Februar 2014, 02:16

Moin Medusa,
da kann ich Dir leider nur bedingt zustimmen.
Wie Du ja weißt, verstarb meine Mutter im August 2010 (siehe Archiv, Laberecke, Nachruf). Entweder bin ich ein emotionales Entwicklungspaket oder k. A.
Jedenfalls kann ich sagen, dass ich, als meine Mutter verstarb, nicht wirklich irgend eine Reaktion verspürt habe. Es mag auch daran gelegen haben, dass ich in dieser Nacht mal eben ca. 1.000 km gefahren bin und dementsprechend müde war. Woran es allerdings gelegen hat, kann ich heute nicht mehr sagen oder nachvollziehen.
Was ich aber auch nicht nachvollziehen kann ist etwas, das ich bis heute nicht begreife. Seit der Beerdigung war ich, außer zur "Entsorgung" meines Stiefvaters nicht mehr auf diesem Friedhof. Es scheint da irgendetwas zu geben, was mich davon abgehalten hat als ich noch in Essen lebte. Und nun hat sich das Ganze ja sowieso erledigt.

mfg

Hank

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10

Samstag, 15. Februar 2014, 08:02

Lieber Hank,

ich glaube eher, dass der Tod einer Mutter (manchmal vielleicht auch der des Vaters) eine ganz andere Sache ist... KEIN Tod wird uns Menschen je so nahe gehen... und uns sooo durcheinander bringen, wie der Tod unserer Mutter. Der Tod der Frau, die uns das Leben geschenkt hat. Durch sie leben und atmen, denken und fühlen wir. KEIN anderer Mensch hat je für seine Kinder soviel getan, wie es eine Mutter tut.
Den Tod einer Mutter zu verarbeiten, das ist für uns eine ganz besondere Aufgabe. Meist verstehen wir uns selbst nicht, wie wir in dieser Situation reagieren.
Ich hätte auch niemals gedacht, wie ich auf den Tod meiner Mutter reagieren würde... wie anders, als bei dem Tod meines Vaters.

Als mein Vater verstarb brach ich seelisch und körperlich zusammen. Ich schrie und wollte etwas (be-)greifen, was nicht zu (be-)greifen war. Es hat lange gedauert, bis ich den Tod verkraftet habe. Es war zudem genau der Tag des 18.Geburtstages meiner Tochter.

Meine Mutter kam 7 Tage vor ihrem Tod mit der Diagnose Magenkrebs in's Krankenhaus. Sie war eigentlich noch sehr munter. Sie rief mich an, und ich kam mit meinen beiden Kindern zu Besuch. Als Todeskanditat sah ich sie nicht... denn sie war guter Dinge. Sie war auch relativ fröhlich und hatte auch mal einen Scherz auf den Lippen. Wie gesagt: der Tod war in meinen Augen noch weit, weit weg.
Wir sprachen auch über ihre Krankheit, und darüber, dass sie keine Chemo machen wolle. Und ich versprach ihr, mich um sie zu kümmern.
Dann fuhren wir wieder nach Hause und ich ging am nächsten Tag arbeiten. Allerdings telefonierten meine Mutter und ich jeden Tag sehr lange miteinander. Während dieser Gespräche wurde mir irgendwann klar, dass es ein Abschiednehmen war. Ein Verzeihen, für alles, was zwischen uns irgendwann einmal schief gelaufen war... und ein Bestätigen der Worte: "Ich liebe Dich!"
Samstags nach der Arbeit fuhr ich wieder zu ihr, und da lag sie schon sehr geschwächt. Ich ließ sie in ein anderes Zimmer verlegen, wo sie (wo wir) mehr Ruhe hatten. Die folgenden Tage verbrachte ich neben ihrem Bett auf dem Stuhl sitzend, bis auch das Nebenbett frei wurde, wo ich mich auch mal ausstrecken konnte.
Ich nahm mir bei meinem Chef frei und bemühte mich, meine Brüder alle an das Sterbebett zu bekommen.
Keine Minute wich ich meiner Mutter von der Seite.
Meine Mutter hatte sich gewünscht, dass ich - so wie ich es bei meinem Kind, und bei meinem Vater tat - die Trauerfeier organisieren und die Trauerrede halten würde. Als ich nun an ihrem Bette saß, entwarf ich die Trauerrede und las meiner Mutter vor, was die wenigsten Menschen noch lebend erfahren. Meine Mutter konnte nicht mehr sprechen, aber sie drückte meine Hand, so fest sie konnte.
Als ich den 4.Tag an ihrem Bett saß und ihre Hand streichelte, bemerkte ich ein stärkeres Atmen. Da wusste ich, dass der Zeitpunkt nun gekommen war, wo sie gehen würde. Aber ich bemerkte auch, dass sie nicht gehen wollte. Sie klammerte sich an das leben.
Ich nahm sie in den Arm und sagte zu ihr, dass sie gehen könne... mein Bruder, mein Sohn und mein Vater würden sicher schon warten. Ich sagte ihr, dass sie ruhig gehen könne, es sei ok. Dann drückte ich ihren Kopf an den meinen, und dann hörte ich dieses Aufatmen.... meine Mutter war gegangen.

Lieber Hank, auch die körperliche Hülle meiner Mutter lag da, wie sie gegangen ist: kalt, weiß, geöffneter Mund, halb geöffnete Augen. Eigentlich kein schöner Anblick.
Aber, lieber Hank, Du musst Dir eines sagen: das, was da im Krankenhaus auf dem Bett liegen bleibt, ist die Hülle, die der eigentliche Mensch abstreift, wenn er eine andere Dimension betritt. DAS ist nicht Deine Mutter, sondern der Anzug, den sie trug, als sie auf Erden wandelte.
Sieh Deine Hosen und Jacken an. Angezogen sehen sie gut aus.... lässt Du sie aber irgendwo herum liegen, dann sind sie eine leere Hülle - unschön anzusehen.

Dass der Mund und die Augen geöffnet waren, ist der Ursprung der gesetzlichen Schwerkraft. Früher hat man die Augen zu gedrückt und den Mund mit einem Tuch nach oben gebunden. Das macht man heute nicht mehr.

Lieber Hank, Du musst lernen, Deine Mutter in der Schönheit zu sehen, die den Menschen "Mama" ausgemacht hat... nicht die alte, kranke, fahle Haut, auch nicht die körperliche Größe, nicht das Gewicht, nicht das, was sie an Kleidern trug. Sondern die Schönheit der Liebe, der Kraft, der Ausdauer, des Verständnisses, des Lachens... DAS ist Deine Mutter!!! Und nur so sollst Du sie sehen.
Betrachte sie niemals mehr materiell... betrachte sie mit dem Herzen.

Ich glaube, dieses materielle Betrachten hindert Dich daran, richtig Abschied von Deiner Mutter zu nehmen. Lass sie frei, dann wirst Du wahrscheinlich diesen letzten Hauch auch erleben.

Übrigens halte ich den Gang zum Friedhof sowas von unwichtig.... Wem ist denn damit gedient? Deine Mutter lebt in Deinem Herzen weiter. Den Körper braucht sie nicht mehr.
Aber Du wirst niemals ohne Deine Mutter sein.
Liebe Grüße Chrissi

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:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ChrissiBasti59« (15. Februar 2014, 08:29)


11

Mittwoch, 19. Februar 2014, 19:17

Moin Chrissi,
sry, aber ich habe gerade Deinen Post gelesen und wie ein "Schlosshund" geheult.
Auch nach dem sie gestorben war, hatte sie mir noch etwas auferlegt. Ich sollte ihr ihren letzten Willen erfüllen. Doch ihr Mann, mein Stiefvater, riss sich alles an sich. Und das ist der Grund, dass ich mich schuldig fühle, ihrem letzten Willen nich nachgekommen zu sein und sie damit "gegen mich aufgebracht" haben könnte.
Wenn Du einmal im Archiv in der Laberecke und dann unter "Nachruf auf meine Mutter" nachliest, dürfte Dir klar werden, was ich damit meine.
Hier im Forum habe ich den Nachruf auf meine Mutter veröffentlicht.
Aber leider hatte ich es nicht geschafft, während ich noch in Essen lebte, ihr Grab zu besuchen. Schuldgefühle, dass ich ihren letzten Willen nicht vor ihrem Mann habe durchsetzen können.
Meine Mutter wollte verbrannt werden und anonym beigesetzt werden. Ich habe ihm diesem Willen kundgetan und er meinte nur, das käme nicht in Frage. Wir standen uns ziemlich agressiv gegenüber und es hätte nicht viel zu einer Schlägerei gefehlt. Doch dann habe ich klein bei gegeben, da das sicherlich nicht im Sinn meiner Mutter gewesen wäre.
Doch wenn ich daran zurück denke, dann muss ich sagen, dass das wirklich feige von mir war. Ich hatte allerdings nicht den Mut mich diesem Mann zu widersetzten.
Dazu muss ich auch sagen, dass er zur Gewalt neigte. Er hatte Jahre zuvor meine Mutter schon mal geschlagen und mit einem Messer angegriffen.

mfg

Hank

mfg

Hank

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Mittwoch, 19. Februar 2014, 20:16

Nun,

ich bin überzeugt, Deine Mutter wird wissen, wie sich das alles zugetragen hat. Sie wird von dem Verhalten Deines Stiefvaters wissen. Und ich glaube nicht, dass sie gegen Dich aufgebracht ist, weil sie ja weiß, dass Du an der Art und Weise, wie sie beerdigt wurde, unschuldig bist. Sie hat es längst mitbekommen, dass Du alles versucht hast, ihr den letzten Wunsch zu erfüllen.
Ihre "Wut" spielt sich nur in Deinem Kopf ab. Leg sie endlich ab, diese Gedanken. Damit tust Du weder Dir noch Deiner mutter keinen Gefallen, wenn Du weiterhin so negative Empfindungen hast.
Liebe Grüße Chrissi

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:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

13

Mittwoch, 19. Februar 2014, 22:02

Moin Chrissi,
aber kann es wirklich sein, dass ich emotional so tief gesunken sein sollte. Wobei das gesunken nich negativ gemeint ist.
Ich habe meine Mutter geliebt, auch wenn wir mal die eine odere andere Auseinandersetzung hatten. Aber dsas kommt überall mal vor. Aber selbst heute, bin ich nicht dazu fähig ihr Grab zu besuchen. Wie Du weißt, habe ich meine Zelte in Essen abgrbrochen. Asche über mein Haupt....
Aber ich denke immer an sie und sie wird immer in meinen Gedanken bleiben.

danke

Chrissy,

mfg

Hank

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14

Donnerstag, 20. Februar 2014, 07:48


aber kann es wirklich sein, dass ich emotional so tief gesunken sein sollte. Wobei das gesunken nich negativ gemeint ist.
Ich habe meine Mutter geliebt, ....
Aber ich denke immer an sie und sie wird immer in meinen Gedanken bleiben.


:?: Wieso tief gesunken????
Nein Hank, Du musst allmählich aufhören, Dich selbst zu züchtigen. Du sagst es doch schon selbst... Du beantwortest Deine Frage doch schon: "Ich habe meine Mutter geliebt, ....
Aber ich denke immer an sie und sie wird immer in meinen Gedanken bleiben."
DASS ist es doch, worauf es ankommt. Was nützt es Dir, wenn Du tagtäglich zum Grab eines Verstorbenen rennst? WEM nützt es??? Die Liebe ist in Dir, in Deinem Herzen... nicht verbuddelt unterm Haufen Erde...
Mein Sohn liegt in Augsburg auf einem Friedhof. Ich habe ihn vor 25 Jahren verloren, und bin noch NIE an seinem Grab gewesen. Noch nie. Aber ich trauere heute noch. Denn er lebt in meinem Herzen weiter. Ich habe ihn nie vergessen, und frage mich heute noch oft, wie es wohl wäre, wenn er leben würde. Er fehlt an allen Ecken und Enden. Und ein Gang an die Stelle, wo seine sterbliche Hülle verbuddelt wurde würde mir die Trauer nicht erleichtern. Ich stünde da, an einem Fleck auf diesem Planeten und würde Erde anstarren. Vielleicht einen Grabstein (den er nicht hat). Und dann? NIX!
Nein, ich brauche den Grabstein nicht, um mich an meinen Sohn zu erinnern. Ich brauche auch keine Stelle, wo ich Blumen hinstelle, damit die anderen Leute sehen, dass ich da war. Das würde mir meinen Sohn nicht wieder bringen.
MICH tröstet allein das Wissen, dass er in meinem Herzen weilt. Dass er niemals wirklich gestorben ist. Dass er weiter lebt - auf einer anderen Ebene. Und manchmal spüre ich ihn. Ich weiß, dass er da ist. Das allein zählt. Alles andere ist nur äußerlich... nur oberflächlich...
Liebe Grüße Chrissi

_________________________________________________________________________________
:thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

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Donnerstag, 20. Februar 2014, 09:51

Huhu Chrissi,

genauso empfinde ich es auch: Solange ein Mensch in unserem Herzen weiterlebt, ist er nicht tot! Und doch, ich lasse es mir niemals nehmen, wenn ich mal auf "Heimatbesuch" bin, das Grab meines besten Freundes zu besuchen ... und das werde ich auch weiterhin tun! Er hat eine wunderschöne letzte Ruhestätte auf einem Waldfriedhof, mit Blick auf seine damalige Arbeitsstätte, die er sehr liebte, das gibt mir zumindest ein gutes Gefühl.

LG Medusa

16

Donnerstag, 20. Februar 2014, 15:32

Hi Adlerkrieger,

ich schließe mich den Ausführungen Ajeschas an, könnte eine Art Astralreise gewesen sein.

Bei einem Luftzug auf unerklärliche Weise kann man einen Moment inne halten und schauen,
ob da einem eine bestimmte Person aus dem Unterbewusstsein in den Kopf schießt,
an die man dann gerade denkt. Dadurch ist es durchaus möglich, dass genau diese Person
ob bereits gestorben oder noch lebend, mit dir in Kontakt treten möchte, oder gerade Hilfe braucht.

Auch wenn man nicht unbedingt in nahem Kontakt steht, sind solche Vorkommnisse möglich, wie
ich bereits selbst erlebt habe.
Liebe Grüße
Maggy
(never say never)

17

Donnerstag, 20. Februar 2014, 18:39

Moin moin,
@ Chrissi,
stimmt, ein Stück Erde anzustarren ist für mich eigentlich nicht das, was ich mit diesem Menschen, der dort liegt zusammenbringe. Auch diese ganze "Heuchlerei" mit Allerheiligen usw halte ich für Nonsens. Wenn ich den anderen Leuten nur so zeigen kann, dass dieser Mensch, der dort liegt, mir etwas bedeutet, dann empfinde ich das als armselig.
Wenn ich jetzt mal ganz krass sein darf, ich renne zu dieser "Sondermülldeponie" und zeige den anderen Leuten, dass ich die Konventionen beachte.
Das ist nicht mein Ding. Allerdings, wem der Besuch ein Gefühl des Guten gibt, der soll das machen. Aber ich bin kein Mensch, der sich an einem kleinen Grundstück erfreuen kann, wenn zwei Meter tiefer einfach nur die Hülle eines geliebten Menschen vermodert.
Der Körper selbst ist doch eigentlich nur "Futter" für einige Tiere. Das, was den Menschen ausgemacht hat ist daraus entschwunden. Wohin auch immer. Aber das ist weg!
Nur in unseren Gedanken und in unseren Herzen lebt dieser Mensch weiter. Wenn dem nicht so sein sollte, dann ist dieser Mensch wirklich tot.

@Medusa,
das ist ja auch vollkommen richtig. Es gibt Dir ein gutes Gefühl und so sollte das auch sein.

mfg

Hank

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