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Freitag, 14. Oktober 2016, 12:43

Mein persönliches, jüngstes Rätsel

Passau den Freitag, 26 August 2016, Uhrzeit 22:15
Angeln an der Donau, Standort Nordufer Kachlet.

Sternklare Nacht, der abnehmende Mond – kurz nach Vollmond – war, von unserer Position aus, noch nicht über den Ortsteil Hacklberg aufgestiegen, als ich im Sternbild Schwan – direkt im Zenit - ein leuchtschwaches Objekt ausmachen konnte. Der ersten Vermutung, eine fallende Sternschnuppe, - Richtung Westen, durch das Sternbild Schildkörte an dem Hauptstern Wega vorbei - wollte ich meinen Sohn Marc und den Freund der Familie Günter, aufmerksam machen, stockte jedoch schon in den ersten Silben.
Das Objekt war zu leuchtschwach, als Sternschnuppe – ohne erkennbaren Schweif – wäre das Objekt bereits verglüht und wandelte sich von einem kleinen unscheinbaren Punkt zu einer blasroten Scheibe, welche in einer S- Kurve über das Wasserkraftwerk – Nord-Westliche Richtung verschwand.
Von der Mitte her zum Rand wurde das Rot – erinnert an ausglühende Holzkohlen im Grill – schwächer und verschmolz mit dem Nachthimmel.
Geräusche, Ausnahme das Rauschen des Flusses und den Abendverkehr der Stadt, konnte ich keine vernehmen.

Mein Sohn Marc behauptet, er habe weitere kleine Lichtpunkte in diesem Rot erkennen können – kann dies jedoch nicht bestätigen. Günter konnte das Objekt nicht beobachten.

Die Höhe des Objekts kann ich nicht abschätzen, deshalb habe ich keine vernünftige Erklärung. Ein möglicher Ansatz, ein Vogel dessen Rumpf die Stadtlichter reflektierte. Problem an dieser Vermutung, die Farbe Rot und die Geschwindigkeit.

2

Freitag, 14. Oktober 2016, 22:26

Moin Grenzgänger,

wie schon so oft fangen wir erst einmal zu spekulieren an.

Das mit dem Vogel halte ich also für eher unwahrscheinlich. Es könnte vielleicht eine dieser Drohnen gewesen sein, die man ja heute auch kaufen kann. Schon mal daran gedacht? Der Einfall kam mir, als ich das mit der S-Kruve gelesen habe. Ansonsten könnte ich mit keiner rationalen Erklärung im Moment dienen.

mfg

Hank

3

Samstag, 15. Oktober 2016, 00:31

Ja, habe ich,…
Hier stell ich mir jedoch die Frage,… kann derjenige der sie steuert über die Entfernung, so schnell und ohne das man das Ding hört, unter Kontrolle halten? Gibt’s hier nicht auch Regeln? – ob sich daran gehalten wird ist eine andere Frage – Nachtflug? Höhe?
Ich hab mich mit Drohnen bislang noch nicht auseinander gesetzt,… kann sie also nicht ausschließen.

4

Samstag, 15. Oktober 2016, 01:46

Nun ja, es gäbe die Möglichkeit eines Sateliten bzw. Trümmern oder schlichtweg Weltraumschrott.
Unter besonders guten Bedingungen kann man sowas mit bloßem Auge sehen.
Es gab auch vor einigen Jahren mal ähnliche "UFO's" über Wiesbaden. Ein befreundeter Polizist erzählte mir, dass in dieser Nacht der Teufel los war und die Telefone nicht still standen. Am Schluss stellte sich heraus, dass es so japanische "Ballons" gewesen waren die mit einer Kerze innen versehen sind. Die steigen relativ lsngsam und jenachdem wie der Wind sich verhält, kann es sogar wie ein "Formationsflug" wirken.
Wäre in deinem Fall sowas denkbar?

Gruß Blacky 8)
Ich suche nicht die Dunkelheit, das Dunkel sucht mich.

5

Samstag, 15. Oktober 2016, 10:24

Eine meiner größten Leidenschaften ist Astronomie,..
…besitze seit meiner Kindheit Teleskope und sitze auch im Winter, vor allem weil hier die Luft klarer, Beobachtungsobjekte interessanter und viel früher dunkel ist, draußen.
Einer meiner Sprösslinge hat für sich ebenfalls dieses Interessengebiet entdeckt, so dass wir häufig in der Passauer Sternwarte anwesend sind. Bedeutet, seit 35 Jahren beobachte ich den Himmel sehr genau.

Daher kann ich dir 100% versichern,… ein Satellit war es definitiv nicht.
Trümmer und Schrott der ganzen All-Missionen sind auf einer Umlaufbahn gefangen. Kurskorrekturen, wie eine leichte S-Kurve, nicht möglich. Zudem, sollte das Objekt tatsächlich in dieser Höhe über den halben Horizont geschossen… ca. 30km Höhe aufwärts, dann war es deutlich zu schnell und muss riesig gewesen sein.
Geht man von der ISS Flughöhe – 400km – aus, die ist am Nachthimmel nicht zu übersehen, braucht etwas über eine Minute um von Horizont zu Horizont zu gelangen und besitzt eine Leuchtkraft wie Jupiter und Venus zusammen. Nutzt man deren optisches Erscheinungsbild als Referenz, dann war die rot blase Scheibe sieben - acht mal größer als die Raumstation.
Mit einer Spannweite von knapp 110Metern und 90 Meter Länge,… dann wäre das Objekt einen Kilometer oder mehr im Durchmesser gewesen.

Auch ein Jumbo kommt nicht in Frage,…
…keine Positionslichter – der Geschwindigkeitsvergleich, als würde eine Schnecke gegen einen Hasen antreten – und in deren Flughöhe – Passau liegt in einer Flugschneise – ebenfalls zu groß.

Der Verdacht von chinesischen Laternen,… Negativ.
Die haben Flugeigenschaften wie Luftballons, im Kern mit flackerndem Licht – welches im dem Fall zu intensiv, zu hell und zu sehr ins Orange gegangen wäre. Auch die Dinger sind für mich am Himmel nicht (mehr) neu. Seit knapp einen Jahrzehnt steigen die zu Silvester, bei größeren Stadtfesten und wenn Heiratswillige mit Genehmigung angekündigt werden.

Würde man eine kleine Propellermaschine, auf 100 – 200 Meter setzen, wäre der Durchmesser der Scheibe etwa passend. Die Geschwindigkeit jedoch dann eines Kampfjets im Einsatz.

Da ich jedoch die Höhe nicht einschätzen kann… hab ich keine Ahnung was es war.

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