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Freitag, 19. Juli 2013, 10:17

Das Necronomicon - Erfindung oder nicht?

Ich möchte mal wissen, was ihr darüber denkt oder sogar wisst:

Das berühmte Necronomicon. Die meisten kennen es aus dem Film "Tanz der Teufel (Evil Dead)", wobei ich mich da eher auf das Original aus den 80ern beziehe.
Erstmalig erwähnt wurde es aber von dem Horror-Kurzgeschichten-Autor H. P. Lovecraft.
In so ziemlich jeder seiner Kurzgeschichten wird es mindestens Namentlich erwähnt. Fast immer wird dabei auch der Autor dieses Buches der "irre Araber Abdul Alhazred" gennant.

Beim Stöbern in Foren fällt mir immer wieder auf, dass manche Leute dieses Buch als ein echtes Buch ansehen, das wirklich einmal von jemandem geschrieben wurde. Sie beziehen sich auf Textpassagen oder Zeichnungen und Symbole darin, als wenn es eine reale Quelle wäre.

Wenn man aber das Internet durchforstet, findet man keinerlei glaubwürdigen Hinweis darauf, dass dieses Buch jemals existierte. Im Gegenteil wird immer wieder Lovecraft als erfinder dieses fiktiven Buches genannt.
Auch der Name des Arabers, der das Nekronomicon schrieb, "Abdul Alhazred", ist nur ein Spitzname, den sich Lovecraft als Kind selbst gab.

Ich habe das Gefühl, dass sich viele durch moderne Medien wie Film und Fernsehen haben einreden lassen, dass das ein echtes Buch sei. Weil sie selber an Dämonenbeschwörung und so weiter glauben (möchten).

Einen echten Beweis haben sie für die Existenz dieses Buches aber nicht. Im Internet gibt es einige PDF, die sich "Necronomicon" nennen. In denen steht dann auch einiges zum Thema Dämonenbeschwörung. Aber nur weil da irgendjemand ein PDF mit diesem Thema erstellt und es "Necronomikon" nennt ist das noch lange nicht das echte Buch.

Ich selber hatte mal ein Buch aus einem Esoterik-Laden. Das nannte sich "Experimental-Dämonologie" und war von jemandem um die Jahrhundertwende 1900 herum verfasst worden.
War sehr amüsant zu lesen, dass man konzentrierten Saft der "Cannabis Indica" einnehmen sollte und sich dann ins halbdunkle Zimmer legen soll, um Dämonen zu sehen. Unter Drogeneinfluss sieht man bestimmt einiges.. ;)
Naja zum Teil waren da auch Beschwörungsformeln, Riten und Opferrituale beschrieben. Das käme einem Necronomicon ja schonmal nahe. Aber der Klamauk da drin schien nicht wirklich glaubwürdig zu sein.

So, daher frage ich mal:
Habt ihr schon vom Necronomicon gehört? Wenn ja, dann schreibt doch bitte mal, woher ihr davon wisst.

Und:
Wisst ihr, dass es dieses Buch wirklich einmal gegeben habt?
Dann wäre es schön, wenn ihr diesbezüglich Quellen angeben könntet.

Bin mal gespannt auf eure Antworten.
Ich ironiere solange, bis ich zum Sarkasmus komme.

2

Freitag, 19. Juli 2013, 20:08

Hallo Schattenmann.

Ich hab schon von dem Buch "Necronomicon gehört und auch sehr viel darüber gelesen. Das meiste davon im Netz.
Bei dem was ich darüber gelesen habe, hieß es unter anderem auch, das dieses Buch nicht von Lovecraft selber geschrieben wurde, sondern von seinem Vater stammt. Er selber soll es wohl einmal aus einer alten Bibiliothek entwendet haben, was Lovecraft für spätere eigene zwecke benutzt hat. Was allerdings daran wahr ist, oder nicht, ja das weiß niemand und wird womöglich nie jemand erfahren.

Mittlerweile gibt es auch viele Necronomicon Bücher zu kaufen. Ich hab bisher keines davon gekauft und hab es auch nicht vor, da wühl ich mich doch schon lieber im schönen www. durch, wo ich auch irgendwo gelesen habe, dass ja das Necronomicon das älteste Buch überhaupt sein soll und es aus diesem Grund von allem und jedem ferngehalten wird, wobei ich es - insofern es so ein Buch wirklich gibt - in der Tat nachvollziehen könnte, also die Beweggründe für ein Fernhalten der Öffentlichkeit. Und sollte ich mich doch einmal eines Tages dazu entscheiden ein ähnliches zu lesen, dann wohl jenes: Klick mich

Was ich mich immer bei solchen Sachen, wie auch bei dem Necronomicon, frage, niemand will das Buch gesehen haben, keiner weiß wo es sich ja befindet, aber Bilder über Bilder - die vorallem ja angeblich Original sein sollen - tummeln sich im Netz. Spätestens hier würden sich meine Zweifel eines glaubwürdig exestierenden Buches verhärten.

Ich hab hier mal eine Seite rausgekramt, die Datums enthält, wo sich das Buch wann und wo aufgehalten haben soll. Klick mich Was ich hier allerdings schon wieder ein wenig anprangern muss, dass sich zwar Daten vorfinden, aber keine Quellen, was wieder darauf schließen lässt, das jemand seinen Gedanken zu sehr dem freien lauf gegönnt hat. Aber das ist meine Meinung. ;)

Ja, also meiner Meinung nach ist es ein Buch, was es geschaft hat, sich einen eindrucksvollen Ruf zu verschaffen und Jahrelang in guter Erinnerung zu bleiben, aber allerdings nur ein Mythos zu sein scheint.
Oder ein Mythos, der tatsächlich weiter zurück liegt, wie hier beschrieben.

  • Im 13. Jahrhundert wurde eine französische Übersetzung angefertigt
  • 1590 wird eine Lateinische Ausgabe in Cáditz gedruckt
  • 1670 übersetzt Johann Lindemuth das Necronomicon ins Deutsche unter dem Titel „Die Totenrufen“
  • 1848 übersetzt Friedrich Wilhelm von Junzt (1795–1840) das
    Necronomicon unter dem Titel „Das Verichteraraberbuch“ [sic.] ins
    Deutsche
  • 1901 veröffentlicht Joachim Feery „Original Notes on the Necronomicon“
  • 1929 wird „The Oldest History of the World“ entdeckt, das von Benjamino Evangelista geschrieben wurde, in dem er sich auf das Al Azif bezieht
  • 1938: Doctor Laban Shrewsbury schickt das Manuskript für den ersten
    Band seines Buches „Cthulhu in the Necronomicon“ zum Drucken ein
  • 1956: Henrietta Montague übersetzt die lateinische Necronomicon-Ausgabe des British Museum ins Englische
  • 1969: Das 1912 von Wilfried Voynich entdeckte Manuskript entpuppt sich als eine Sammlung von Anmerkungen zum Necronomicon
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Necronomico…Kitab_Al.27Azif

Aber scheinbar wird man die wahrheit dieses Buches einmal nie herausfinden. Das war es auch schon wieder von meiner Seite. So viel wollt ich doch gar nicht schreiben.
Für Fehler haftet meine Tastatur, also schön darüber hinweg sehen. :P Wünsch noch einen angenehmen Abend.

Liebe Grüße: Aiyna

3

Freitag, 19. Juli 2013, 22:22

Moin ihr zwei,

ja das "gute alte Necronomicon", was soll man davon halten?

Also, ich halte nicht viel davon. So, wie Schatti es beschrieb, wird es auch wohl sein. Ich glaube nicht, dass es einen Bezug zwischen dem Buch aus dem 13. Jhd und den von Aiyna geposteten Büchern gibt.
Sry, wenn ich so denke, doch es scheint mir einfach so zu sein, dass die Menschen damals eine Schrift, die von der Kirche nicht zugelassen war, überinterpretiert haben und dass sich das Ganze somit bis in unsere Zeit hinzieht.

mfg

Hank
Nicht begangene Taten ziehen einen verheerenden Mangel an Folgen nach sich.
Viele Gedenkminuten könnten durch einige Denkminuten verhindert werden.
Sendetermine lfd. Woche: Donnerstag: 20 - 23 Uhr, Samstag: 20 - 23 Uhr, Sonntag: 20 - 23 Uhr
(Änderungen werden hier angekündigt)

4

Samstag, 20. Juli 2013, 21:29

Hallo Schatti :)

Zitat

War sehr amüsant zu lesen, dass man konzentrierten Saft der "Cannabis
Indica" einnehmen sollte und sich dann ins halbdunkle Zimmer legen soll,
um Dämonen zu sehen. Unter Drogeneinfluss sieht man bestimmt einiges.. ;)
Hier geht es nicht darum dich zu sein, sondern die Hirnwellen zu verändern. Wenn du sie haben willst, dann ist es wie immer, man muss erst mal auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Du musst den Ton bringen den sie hören, die Farbe zeichnen die sie sehen.....

Du fragst nach dem Buch :) Es ist ja noch nicht so alt, also wird es noch viele geben die dabei waren als es geschrieben wurde, falls es denn je geschrieben wurde. Hast du die schon mal gefragt? Ich meine, wenn, dann muss es doch ein mächtiges Buch sein. Welcher Dämon würde sich denn schon beschwören lassen, dass sorgt doch für Wirbel. Hast du das Buch mal gerufen? mal geschaut ob es denn eine Reaktion gibt wenn du es rufst?

Frag die Alten. 13. Jahrhundert, für die ist es als sei es Gestern gewesen und der Wind trägt alle Nachrichten um den Globus, also haben sie sicher was davon gehört, wenn es denn so sein sollte.

LG Ajescha
Du sollst nicht sehen um zu glauben, sondern glauben um zu sehen :)

Manchmal erinnere ich mich an Momente, die noch gar nicht stattgefunden haben.

5

Montag, 22. Juli 2013, 10:42

@Alyna

Die Zeitleiste die du Zitierst ist keine wirklich historische.

Ein wenig über dieser Zeitleiste befindet sich folgende Überschrift:

Zitat

Fiktive Geschichte des Necronomicon


Diese Zeitleiste ist also nur eine Chronologie, zu welcher Zeit das Necronomicon in der Romanen verschiedener Autoren wo übersetzt wurde.

Von Junzt z.B. ist keine echte Person. Sie hat nie gelebt sondern ist ein fiktiver Autor, der ebenfalls von Lovecraft erfunden wurde.

In deiner anderen Quellenangabe (Diese seltsame schwarze Seite mit dem Begriff "satanica" im URL-Pfad ;) ), gibt es auch einen extra Absatz darüber, dass dieses Buch reine Fiktion ist:

Zitat

Bereits zu Lovecrafts Lebzeiten wurde er mit Fragen nach dem fiktiven Buch überflutet und musste in vielen Briefen an die Fragesteller „gestehen“, das Necronomicon erfunden zu haben.



Klären können wir hier sicher nicht, ob es fiktion oder real ist. Aber wie schon gesagt, interessiert mich, woher ihr diese Infos so habt. Vielleicht kann man dann sehen, aus welchen Quellen diese Ansichten entstanden sind.

Dass z.B. Lovecrafts Vater damit zu tun habe, habe ich selber noch nier irgendwo gehört oder gelesen. Leider finde ich dazu moentan auch nichts im Netz. :(
Ich ironiere solange, bis ich zum Sarkasmus komme.

6

Montag, 22. Juli 2013, 10:45

Hm ich habe gerade diese Seite gefunden:

The Truth About the Necronomicon

Die befasst sich mit dem Aberglauben, dass das Necro wirklich existieren würde.
Lovecraft hat angeblich selber zu Lebzeiten immer wieder gesagt, dass es eine Erfindung sei.
Seit den 70ern wurden dann auch noch wirkliche Bücher gedruckt, die aber Hoaxe sind und frei erfundenen Inhalt haben. Dadurch wurde der Aberglaube noch bestärkt. Weil man ja nun ein echtes, greifbares Buch in den Händen hielt.
Ich ironiere solange, bis ich zum Sarkasmus komme.

7

Mittwoch, 24. Juli 2013, 14:03

Moin Schatti,

habe den Link mal kurz überflogen und muss sagen, dass genau das eingetreten ist, was ich vorher gepostet habe.
Auch auf die Gefahr, dass ich demnächst Besuch bekomme und gesteinigt werde, bleibe ich bei meiner Meinung, dass dieses Buch einfach eine Ausgeburt einiger Esotriker ist, die damit einfach nur Geld verdienen wollen.
Es mag ja sein, dass der Begriff, und daran glaube ich auch, schon sehr alt ist. Doch, und das frage ich mich schon die ganze Zeit, kann man nicht alles dort hineininterpretieren?
Ich denke, es kommt immer auf die Interpretiation an, die jeder einzelne Mensch dazu von sich gibt und auf seine Sichtweise oder besser gesagt, auf seinen Glauben.

mfg

Hank
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8

Mittwoch, 31. Januar 2018, 16:14

Nun ja ob es nun echt ist oder nicht, ist denke ich jedem selber überlassen. Ich besitze das Neronomicon einmal die Goetia so wie das Buch der Zaubersprüche die fünfzig Namen Marduks hab ich von Amazon. Ich besitze sie und lese einfach gerne darin. Gerade wenn, mir langweilig ist oder ich was brauche um beim schreiben meiner Geschichten weiter zu kommen. Gerade im Bereich Fantasy ist so was schon praktisch.

Vermutlich gehen alle heute bekannten und erhältlichen Ausgaben des Necronomicon auf Lovecraft zurück, dessen werke ich mir dem nächst auch holen werde. Lovecraft war einfach ein Meister seines fachs.
Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
Er hat manchmal nur keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

Albert Einstein

9

Mittwoch, 31. Januar 2018, 18:26

Moin Cat,

Lovecraft kann man eigentlich gleichsetzen mit Poe. Beide haben eigentlich ziemlich düstere Geschichten geschrieben, die dazu noch den Leser ziemlich realitätsnah am Geschehen teilhaben lassen.

Warum aber nun eines seiner Werke die Gemüter und die Phantasie dermaßen beschäftigt, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Gut, ich kann das verstehen, wenn Du gern darin ließt und dann auch im Spiel oder bei Deinen Geschichten weiterkommst.

Aber als real würde ich diese Bücher nicht gerade nennen.

Hier habe ich mal etwas für Dich herausgesucht:


Liste der magischen Schriften


Quelle: Onkel Pedia, Tante Wiki sein Mann


Vielleicht kennst Du diese Liste noch nicht oder findest etwas für Dich interessantes darauf.


mfg

Hank
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10

Samstag, 3. Februar 2018, 14:37

Danke für dei Liste einige kannte ich echt nicht.

Die Ars Goetia hab ich in etwas anderer Form. Die dort aufgelisteten Dämonen sind die selben die in meinem Buch Das Necronomicon - Die Goetia - Der kleine Schlüssel Salomonis zu finden sind. Ich hab die Ars Goetia mit der Goetia in meinem einen Necronomicon verglichen die selben Namen in gleicher Reihenfolge. :D Es muss irgendwo ein Wahrer Kern geben. Aber wo genau ist noch unklar.
Wer schweigt, stimmt nicht immer zu.
Er hat manchmal nur keine Lust mit Idioten zu diskutieren.

Albert Einstein

11

Samstag, 3. Februar 2018, 14:56

Moin Cat,

mich dünkt eher, das Lovecraft genau eine solche Kopie in Händen gehalten und abgeschrieben hat.
Das mit dem wahren Kern ist normal. In jeder Geschichte, Sage oder Legende steckt ein wahrer Kern. Aber ich denke, dass das Volk, vor allem aber der Autor, mit bestem Wissen und Gewissen den magischen Glauben seines Volkes darsellen wollte. Dämonen, in den Sagen der Völker, tragen oftmals Namen, die sich auf bestimmte Schadensereignisse, sprich Sturm, Überschwemmug usw., beziehen.

Um solche Katastrophen, damals wusste man ja noch nicht was dafür verantwortlich war, zu erklären wurden eben "Schuldige" gesucht.

Man liest ja auch von diesen vier apokalyptischen Reitern. Die sollen ja auch für viele verheerende Ereignisse stehen. Und - mag sein, dass ich vollkommen daneben liege - was Zauberer und Hexen angeht bin ich der Meinung, dass es sich bei diesen Personen entweder um sehr intelligente, mit viel Wissen bestückte, Menschen handelte oder einfach um Aufschneider, die lauthals ihre "Kunst" herausposaunt haben. Nur das konnten Schmanen, wie später auch die Kirche, nicht zulassen, dass "einfache" Menschen ohne ihre Hilfe mit den Göttern/Gott sprechen konnten, denn dann hätten sie ihre Existensgrundlage verloren und ihre Machtstellungen eingebüßt. Wer braucht schon eine Institution, wenn man selbst auch ohne Umwege zum gleichen Ergebnis kommen kann?


mfg

Hank
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