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21

Donnerstag, 11. August 2016, 10:26

Ja, Tina, vor so einer Nummer hab ich auch Schiss ;(

Ich kann nur hoffen, dann selbst noch in der Lage zu sein, einzugreifen bzw. abzukürzen. .......

Ob man es wirklich durchzieht, ist die Frage......

Die Hoffnung stirbt zuletzt.....

Da ist verdammt was dran.....

Besonders lieben Gruß heute,
Alex
Ein Mensch denkt logisch,
Schritt für Schritt,
jedoch er kommt nicht weit damit.
Ein anderer Mensch ist besser dran,
er fängt ganz schlicht zu glauben an.
Im Staube bleibt Verstand oft liegen,
der Glaube aber kann auch fliegen.
(Eugen Roth)

22

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 16:58

Sie ließen allerdings den Fernseher an. -fataler Fehler! Wie es der blöde Zufall so wollte, wurde ich "rechtzeitig" zu einem TV-Bericht über Tierversuche wach. Ich sehe das heute noch haargenau vor mir! Da war eine Katze in einer Art "Glaskasten" eingesperrt und es wurde die Wirkung irgend eines Gases "vorgeführt". Die Katze sprang panisch hin und her bis sie dann endlich erstickt war.
Ich fing dermaßen an zu heulen und zu brüllen das meine Eltern dachten ich hätte mich schwerstens verletzt. Ich konnte und wollte (!) das überhaupt nicht begreifen. Mein Vater brauchte Stunden um mich halbwegs zu beruhigen. Er (versuchte) mir zu erklären warum sowas gemacht wird und das er das auch ganz schlimm findet.

Hallo und ich greife mal wieder ein Thema auf das mich interessiert. Oh ja, da dreht sich schon vom Lesen das Herz im Leib bei mir um.

Wie kann man so grausam sein? Ein Tier quälen, unvorstellbar. Da schau ich meinen kleinen Schatz an und könnte nur heulen.....

Jemand der ein Tier quält sollte auch mir nicht über den Weg laufen, ich glaube da würde ich mich vergessen und könnte dem Dinge antun vor denen ich mich selbst schaudere.

Keines dieser kleinen Wesen weiß warum ihm solche Dinge angetan werden, schrecklich, einfach nur schrecklich. Ich drücke im Moment meinen kleinen Tobi. Bin ich froh daß ich ihn habe und geholfen habe eine kleine Seele zu retten.

Mittlerweile ist der kleine Kerl aber auch in Bezug auf Futter ziemlich wählerisch. Am Anfang hat er alles gefuttert was er finden konnte. Jetzt ist er schon wählerisch. Aber da bleib ich hart und sage zu ihm: Ich kann auch nicht jeden Tag Gänsebraten essen.....

Also mein kleiner Freund, da ist dein Futter und was anderes gibt es nicht. Er gibt aber am Ende dann doch auf....

23

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 17:11

Angst vor dem Tod....?

eher vor dem Sterben!

Ich werde gerade im Bekanntenkreis damit konfrontiert.
Frau in meinem Alter, 2 grade so eben erwachsene Kinder.
Im Frühjahr die Diagnose Krebs, jetzt, einige Monate danach, wirkt Morphium schon nicht mehr.

Ein Elend für sie und die gesamte Familie!

Es ist so grausam...und so makaber es klingen mag...bei Tieren wüsste man was zu tun ist als letzter Liebesdienst...
aber wir Menschen sind gezwungen alles zu durchleiden bis wir gehen dürfen...

nachdenkliche Grüsse von Tina

Hallo Tina, ja so war es bei meinem Mann. Ein zweiter Infarkt im Krankenhaus und man hat das Gefäß nicht mehr aufgebracht. Morphium wirkte auch nicht mehr.

Um seinem Leid ein Ende zu setzen ist er dann in der Nacht vom 16. zum 17. Mai 2005 aus dem siebenten Stock im Krankenhaus gesprungen.

Mein Schwiegervati hat dann 2012 das Gleiche gemacht. Er ist in der Reha aus dem dritten Stock gesprungen.....

Warum kann man Menschen denen nicht mehr zu helfen ist in Würde gehen lassen????

Nun bin ich als Einzige noch da. Meine Mutti ist nach einem schweren Schlaganfall im Pflegeheim und verfällt jeden Tag zusehend.

Auch ich halte das bald nicht mehr aus....

24

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 18:30

Dieses Video mit der Katze!!

Ich habe das seinerzeit auch gesehen, und es verfolgt mich bis heute...das ist ja unglaublich, dass auch andere von diesem Anblick so verstört waren dass sie es bis heute wissen!
Der Kutscher kennt den Weg

25

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 18:40

Hallo Geistlein,

Da hat das Schicksal Dir aber ordentlich was aufgebürdet. ;(

Ja, ich verstehe auch nicht, warum es immer noch so ein Tabu ist, dass Menschen in aussichtslosen gesundheitlichen Situationen selbst bestimmen dürfen, wann es nicht mehr auszuhalten ist.
Wie verzweifelt muss man sein, um aus dem Fenster zu springen!

Das mit Deiner Mama tut mir unendlich leid.
Ich habe sehr an meine Ma gehangen, und als sie recht unwartet starb hat es mir den Boden unter den Füssen weggezogen.
Aber ein endloses Verfallen und hilflos zusehen müssen muss ja noch schlimmer sein!
Das muss kraftraubend sein, ich kann es soo gut verstehen!

Leider kann man Dir da weder helfen noch Dir was abnehmen, kann Dir nur anbieten zuzuhören....
schreib mir gerne per PN wenn Du Dich mal ausheulen musst....

Lieben Gruss, Tina
Der Kutscher kennt den Weg

26

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 21:17

Ja ihr Lieben,

ich erlebe auch seit einem Jahr den Verfall meiner Mutter. ....

Ich werde nun noch den SAPV einschalten, um ihr ein würdiges Sterben Zuhause zu ermöglichen.

Alle Probleme, die wir über Jahrzehnte hatten, sind vergessen, sie ist nur noch ein Häufchen Elend, das mir wahnsinnig leid tut..... ;(


Ich finde es nur noch sch**** ohne Ende, warum darf sie nicht endlich gehen?


Weiß noch genau, was meine Oma vor 31 Jahren, kurz vor ihrem Tod zu mir gesagt hat: jeden Hund in meiner Situation würde man einschläfern lassen, warum nicht mich auch?


Worte, die mich tief berührt und sehr nachdenklich gemacht haben.......
Ein Mensch denkt logisch,
Schritt für Schritt,
jedoch er kommt nicht weit damit.
Ein anderer Mensch ist besser dran,
er fängt ganz schlicht zu glauben an.
Im Staube bleibt Verstand oft liegen,
der Glaube aber kann auch fliegen.
(Eugen Roth)

27

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 21:33

Moin Alex,

das unterschreibe ich blind.

Also wenn ich weiß, dass ich nur noch eine Zeit unter Qualen zu leben hätte, würde ich vielleicht etwas ganz Unchristliches machen. Mehr brauche ich ja wohl nicht erklären.

Leider ist es in Deutschland immer noch so, dass die aktive Sterbehilfe als ethisch und moralisch verwerflich gilt. Moralischer ist es da doch schon einen Menschen leiden zu lassen, nur damit ein Leben, das überhaupt nicht mehr lebenswert ist, verlängert wird. Aber natürlich nur in dem Moment Sterbehilfe leisten, wenn es sicher ist, dass dieser Mensch ein schlimmes Siechtum vor sich hat.

Da gab es mal vor Jahren ein Theaterstück in dem es um einen Mann ging, der sich nicht mehr bewegen, nicht mehr sprechen und auch sonst nichts mehr konnte, außer denken. Dieser wurde auch künstlich am Leben gehalten. Habe das auch nur einmal im Fernsehen gesehen und dann nie wieder. War noch bevor die Privaten aufkamen. War wohl doch ein wenig zu krass für viele Zuschauer. Soviel ich mich erinnern kann, hagelte es Portestbriefe an den Sender, ich meine es wäre das Dritte gewesen. Man dürfe so etwas nicht zeigen, da sonst die Moral untergraben würde. Außerdem hätte ein Patient ja wohl nicht das Recht, seinen Tod selbst zu bestimmen.

Aus meiner Sicht kann man sich bei einer solchen Borniertheit nur noch an den Kopf fassen.


mfg

Hank
Nicht begangene Taten ziehen einen verheerenden Mangel an Folgen nach sich.
Der Mensch ist logisch, manchmal auch pathologisch (Werner Finck 1902 - 1978 )
Viele Gedenkminuten könnten durch einige Denkminuten verhindert werden.
Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
(Albert Einstein 1879 - 1955)
Wir könnten Menschen sein. Einst waren wir schon Kinder.
(Max Frisch 1911 - 1991)


28

Donnerstag, 21. Dezember 2017, 22:00

Moin Hank,

ich bin ein Feigling!
Schmerzen und Leiden sind nicht mein Ding.

Und wenn man von außen keine Hilfe bekommt, muss man eben selbst Hand anlegen.
Hab mir fest vorgenommen. .....wenn ich mal dement werde....wenn es sich abzeichnet. ...oder eine andere fiese Krankheit bekomme......Gartengrill reinholen und gut is!

Es sprach der Feigling, der keinen Bock hat, das Spielchen bis zum bitteren Ende durchzuziehen.
Ein Mensch denkt logisch,
Schritt für Schritt,
jedoch er kommt nicht weit damit.
Ein anderer Mensch ist besser dran,
er fängt ganz schlicht zu glauben an.
Im Staube bleibt Verstand oft liegen,
der Glaube aber kann auch fliegen.
(Eugen Roth)

29

Samstag, 23. Dezember 2017, 18:18

Hallo liebe Tina,

vielen Dank für Deine lieben Worte. Ja, das mache ich gern. Es tut immer gut wenn man weiß es hört einem jemand zu....

Ja, mit dem selbst Hand anlegen ist es aber wahrscheinlich gar nicht so einfach. In den tiefsten Stunden der Trauer um meinen Mann habe ich mir auch manchmal selbst gesagt, dann geh ich eben zu ihm.

Getan habe ich es, wie man sieht, am Ende doch nicht. Olaf hat immer gesagt es ist besser man wird gar nicht erst geboren. Denn wenn man nicht da ist verpasst man auch nichts, aber wenn man einmal da ist dann hängt man an der Schei....

Und genau so ist es leider auch.,

30

Samstag, 23. Dezember 2017, 21:22

Wenn man nicht geboren wird, verpasst man nichts...

Nein, es würde einem Vieles erspart bleiben, Gutes ebenso wie Leidvolles.

Aber ich glaube das ist nicht so einfach - ich glaube ja an den "grossen Plan" , daran, dass nichts ohne Grund geschieht.

In meiner Vorstellungswelt ist der grobe Fahrplan für unsere Zeit auf der Erde festgelegt, noch bevor wir geboren werden.
Wir kommen mit einer Aufgabe, einem Auftrag...und diesen "Job" haben wir zu erledigen, bevor wir wieder nach Hause dürfen.

Falls man da drüben ein Wörtchen mitzureden hat, nehme ich nächstes Mal aber doch wieder die Ponyhof-Variante 8)

Lieben Gruss von Tina
Der Kutscher kennt den Weg

31

Samstag, 23. Dezember 2017, 22:59

Hallo Tina,

also an einen "großen Plan" kann ich nicht wirklich glauben. Denn was hätte das alles was meinen Lieben passiert ist oder passiert denn für einen Sinn?

Die Befruchtung eines Eies und die Geburt eines Menschen ist doch eher Zufall. Zumal heute für Menschen die Möglichkeit besteht sich gegen ein Kind zu entscheiden.

Das hätten meine Schwiegereltern auch getan wenn es damals, 1959, möglich gewesen wäre. Und ich muß heute sagen, es wäre besser für Olaf gewesen, nicht geboren zu werden.

Es wäre eine Vernunftentscheidung gewesen weil wie gesagt, der Bruder von Schwiegermutti im Kindesalter an Leukämie gestorben ist, was ihre Mutter nie verwunden hat und mit Mitte 50 gestorben ist.

Meine Schwiegereltern haben immer erzählt daß sie die Mutti von Schwiemu manchmal nachts um 24 Uhr vom Friedhof geholt haben, weil sie bei ihrem Kind sein wollte.

Schwiegervati hatte als Kind ein Karzinom im linken Oberarm und man hat ihm damals den linken Arm samt Schultergelenk amputiert.

Das hat ihm damals das Leben gerettet, aber aus all diesen Gründen wollten die Beiden kein Kind und ich kann sie verstehen.

Worin soll also gerade bei diesen Menschen ein "höherer Plan" bestehen?

Olaf und ich haben uns auch manchmal mehr im Scherz über Wiedergeburt unterhalten. Und er sagte, was, Wiedergeburt, Du bist wohl verrückt, ich bin froh wenn ich das einmal geschafft habe....

Also sorry, aber ich kann in all dem keinen höheren oder größeren Plan erkennen.

32

Sonntag, 24. Dezember 2017, 11:07

Moin Geistlein,

einen höheren Plan kann ich bei dem ganzen Mist hier eigentlich nur erkennen, da der Planet sich inzwischen gegen uns aufzulehnen scheint. Lange genug hat er sich ja auch dafür Zeit gelassen.

Die Dinos haben die Erde mehr als 170 Mio Jahre lang regiert und haben bei ihrem Abgang, aber ohne ihr Verschulden, Chaos hinterlassen. Dadurch wurde es dem Säugetier erst ermöglicht, aus seiner Nische zur dominierenden Spezies zu werden. Ich denke, dass das im Sinne nur den einzigen Plan verfolgt, wieder Platz für eine andere Spezies zu machen, die die Erde nicht zugrunde richtet.

Ansonsten halte ich es lieber mit Bernd Stelter: Im nächsten Leben werd ich lieber ein Kanninchen........


@all,

da ja heute der heilige Abend ist, kommen die Grüße jetzt schon.


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Gemäß dieses Mottos wünsche ich euch allen eine frohe Weihnacht und einen guten Rutsch ins neue Jahr.


mfg

Hank
Nicht begangene Taten ziehen einen verheerenden Mangel an Folgen nach sich.
Der Mensch ist logisch, manchmal auch pathologisch (Werner Finck 1902 - 1978 )
Viele Gedenkminuten könnten durch einige Denkminuten verhindert werden.
Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null. Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.
(Albert Einstein 1879 - 1955)
Wir könnten Menschen sein. Einst waren wir schon Kinder.
(Max Frisch 1911 - 1991)